warum sie immer wiederkommen können

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Schon wieder rutscht dein Hund mit dem Po über den Teppich? Er leckt sich ständig am Hinterteil oder wirkt beim Hinsetzen unruhig?
Vielleicht kennst du diese Situation: Du warst mit deinem Hund bereits beim Tierarzt. Die Analdrüsen wurden entleert, und zunächst schien alles wieder in Ordnung zu sein.
Doch einige Wochen später geht es von vorne los.
Du fragst dich: Warum passiert das immer wieder? Und gibt es etwas, das du verändern kannst, damit dein Hund nicht ständig darunter leiden muss?
Was viele Hundebesitzer nicht wissen: Bei wiederkehrenden Analdrüsenproblemen lohnt es sich, nicht nur auf die Analbeutel selbst zu schauen, sondern auch auf die Verdauung und die Kotkonsistenz.
Denn manchmal liegt genau dort ein wichtiger Teil des Zusammenhangs.
Woran erkennst du Analdrüsenprobleme bei deinem Hund?
Hunde können uns nicht sagen, wo es juckt, drückt oder schmerzt. Aber sie zeigen häufig deutlich, wenn ihnen etwas unangenehm ist.
Vielleicht beobachtest du, dass dein Hund:
- mit dem Hinterteil über den Boden rutscht – das sogenannte Schlittenfahren,
- sich auffällig häufig am Po leckt oder dort knabbert,
- plötzlich unangenehm oder fischartig riecht,
- sich nur ungern hinsetzt,
- beim Kotabsatz presst oder Schmerzen zeigt,
- empfindlich reagiert, wenn du sein Hinterteil berührst.
Solche Veränderungen können auf Probleme mit den Analbeuteln hinweisen. Sie können aber auch andere Ursachen haben, etwa Hautreizungen oder Parasiten.
Deshalb ist es wichtig, die Ursache tierärztlich abklären zu lassen, statt einfach davon auszugehen, dass die Analdrüsen wieder voll sind.
Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, Blut, Eiter oder einer offenen Stelle neben dem After solltest du deinen Hund umgehend tierärztlich untersuchen lassen.
Was sind Analdrüsen eigentlich?

Rechts und links neben dem After deines Hundes liegen zwei kleine Analbeutel. In ihnen sammelt sich ein intensiv riechendes Sekret, das unter anderem der Kommunikation zwischen Hunden dient.
Normalerweise entleeren sich die Analbeutel beim Kotabsatz durch den Druck des vorbeigleitenden Kots und die Bewegung der umgebenden Muskulatur.
Doch das funktioniert nicht bei jedem Hund zuverlässig.
Bleibt zu viel Sekret zurück, kann es eindicken. Die Analbeutel können sich füllen, verstopfen oder entzünden. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein schmerzhafter Abszess bilden.
Und genau deshalb sollte man wiederkehrende Beschwerden ernst nehmen.
Warum kommen Analdrüsenprobleme immer wieder?
Vielleicht wurde deinem Hund schon mehrfach geholfen, indem die Analbeutel entleert wurden.
Das kann bei einer Verstopfung notwendig sein und zunächst Erleichterung verschaffen.
Doch wenn sich die Analbeutel nicht ausreichend von selbst entleeren, können die Beschwerden erneut auftreten.
Dafür gibt es unterschiedliche mögliche Ursachen. Dazu gehören beispielsweise anatomische Besonderheiten, Entzündungen, Übergewicht, Haut- oder Allergieerkrankungen und Veränderungen der Kotkonsistenz.
Nicht bei jedem Hund lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen.
Gerade deshalb ist es sinnvoll, bei wiederkehrenden Beschwerden genauer hinzuschauen, statt nur den nächsten Termin zum Entleeren abzuwarten.
Welche Rolle spielt die Kotkonsistenz?

Jetzt kommen wir zu einem Punkt, der bei der Betrachtung der Fütterung besonders interessant ist.
Vielleicht achtest du darauf, wie oft dein Hund sein Geschäft macht. Aber hast du schon einmal genauer beobachtet, wie sein Kot beschaffen ist?
Ist er weich und kaum geformt? Wechselt die Konsistenz häufig? Oder muss dein Hund stark pressen, weil der Kot sehr hart ist?
Die Beschaffenheit des Kots kann beeinflussen, wie gut sich die Analbeutel beim Kotabsatz entleeren.
Ein ausreichend geformter, voluminöser Kot kann dabei helfen, den notwendigen Druck auf die Analbeutel auszuüben.
Ist der Kot dauerhaft sehr weich, kann dieser Druck geringer ausfallen. Aber auch Verstopfung und andere Verdauungsprobleme können eine Rolle spielen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Hund mit weichem Kot automatisch Analdrüsenprobleme bekommt.
Und es bedeutet ebenso wenig, dass die Ernährung immer die Ursache ist.
Es bedeutet aber, dass die Kotkonsistenz bei wiederkehrenden Analdrüsenproblemen ein wichtiger Hinweis sein kann, den du nicht übersehen solltest.
Kann die Ernährung bei Analdrüsenproblemen helfen?

Wenn dein Hund immer wieder Beschwerden hat, stellt sich irgendwann die Frage, ob sein Futter wirklich zu seinen Bedürfnissen passt.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Zusätze auszuprobieren oder sofort auf eine andere Futtersorte umzusteigen.
Viel wichtiger ist es, zunächst die bisherige Fütterung zu betrachten.
Wie ist das Futter zusammengesetzt?
Wie verträgt dein Hund es?
Wie regelmäßig setzt er Kot ab?
Und verändert sich die Kotkonsistenz abhängig von bestimmten Mahlzeiten, Kauartikeln oder Leckerchen?
Auch Ballaststoffe können interessant sein. Sie beeinflussen unter anderem das Kotvolumen und die Konsistenz. Bei manchen Hunden kann eine gezielte Anpassung helfen, die natürliche Entleerung der Analbeutel zu unterstützen.
Doch mehr Ballaststoffe sind nicht automatisch besser. Welche Menge und welche Art sinnvoll sind, hängt vom einzelnen Hund und seiner Verdauung ab.
Eine Futterumstellung sollte deshalb nicht nach dem Zufallsprinzip erfolgen.
Können Ballaststoffe die Verdauung unterstützen?
Bei manchen Hunden kann eine gezielte Ergänzung mit Ballaststoffen sinnvoll sein, um die Kotkonsistenz zu beeinflussen.
Ein Beispiel ist Präbiota Therapura von PROVICELL. Das Produkt enthält unter anderem Flohsamen, Akazienfasern und Inulin.
Ob eine solche Ergänzung für deinen Hund geeignet ist, hängt jedoch von seiner bisherigen Fütterung, der Kotbeschaffenheit und möglichen Erkrankungen ab.
Wichtig: Das Produkt behandelt keine Analdrüsenerkrankung und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung.
Warum ich nicht einfach zu getreidefreiem Futter rate
Vielleicht hast du schon gehört, dass Hunde mit Analdrüsenproblemen unbedingt getreidefrei gefüttert werden sollten.
So einfach ist es nicht.
Getreidefreies Futter ist nicht grundsätzlich besser verträglich. Und auch ein Futter mit nur einer tierischen Proteinquelle löst nicht automatisch Probleme mit den Analbeuteln.
Wenn tatsächlich eine Futtermittelallergie vermutet wird, braucht es eine gezielte tierärztliche Abklärung.
Entscheidend ist nicht, welches Schlagwort auf der Futterverpackung steht, sondern wie dein Hund seine Nahrung verträgt und ob sie zu seinem individuellen Bedarf passt.
Was du beobachten kannst, bevor du das Futter veränderst
Wenn dein Hund häufiger Probleme mit den Analbeuteln hat, können deine Beobachtungen wertvolle Hinweise liefern.
Achte beispielsweise darauf, ob sein Kot über mehrere Tage ähnlich geformt ist oder stark schwankt. Überlege, ob Beschwerden nach bestimmten Futterbestandteilen, Kauartikeln oder Leckerchen auffallen.
Auch die Häufigkeit des Kotabsatzes und mögliche Veränderungen beim Gewicht können interessant sein.
Solche Beobachtungen ersetzen keine tierärztliche Untersuchung. Sie können aber dabei helfen, Zusammenhänge besser zu erkennen und die Fütterung gezielter zu beurteilen.
Und manchmal zeigt sich erst beim genaueren Hinschauen, dass etwas, das bisher völlig normal erschien, einen zweiten Blick verdient.
Sollte man die Analdrüsen regelmäßig ausdrücken lassen?
Nicht jeder Hund braucht eine regelmäßige Entleerung der Analbeutel.
Bei gesunden Hunden geschieht das normalerweise von selbst.
Wenn dein Hund jedoch immer wieder Probleme hat, kann eine tierärztlich begleitete Kontrolle und gegebenenfalls Entleerung sinnvoll sein.
Bitte versuche nicht, schmerzhafte oder entzündete Analbeutel selbst auszudrücken. Dabei können zusätzliche Verletzungen entstehen.
Ob regelmäßige Kontrollen notwendig sind und welche Behandlung infrage kommt, sollte individuell mit dem Tierarzt entschieden werden.
Wenn dein Hund immer wieder Analdrüsenprobleme hat, lohnt sich ein genauerer Blick
Du möchtest deinem Hund helfen. Natürlich möchtest du nicht, dass er sich ständig leckt, unruhig ist oder Schmerzen beim Kotabsatz hat.
Und vielleicht hast du bereits verschiedene Futtersorten ausprobiert, ohne wirklich zu wissen, ob du damit an der richtigen Stelle ansetzt.
Genau hier kann es sinnvoll sein, die Ernährung einmal systematisch zu betrachten.
Nicht mit pauschalen Futtertipps. Sondern mit einem Blick auf deinen Hund, seine bisherige Fütterung und die Veränderungen, die du beobachtest.
Denn jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit.
Du möchtest wissen, ob die Fütterung deines Hundes zu seiner Verdauung passt?
In meinem Fellbalance-Check schaue ich mir die aktuelle Fütterung deines Hundes individuell an.
Wir betrachten, was in seinem Napf landet, wie er seine Nahrung verträgt und welche ernährungsbezogenen Auffälligkeiten du beobachtest.
So bekommst du eine fundierte Einschätzung seiner Fütterung und erkennst, wo Anpassungen sinnvoll sein könnten.
Fellbalance-Check – 119 €
Für mehr Klarheit im Futternapf und einen bewussteren Blick auf die Bedürfnisse deines Hundes.
Mein Gedanke zum Schluss
Wenn dein Hund immer wieder mit dem Po über den Boden rutscht, möchte er dich damit nicht ärgern.
Er zeigt dir, dass ihn etwas stört.
Nimm dieses Signal ernst. Lass mögliche Erkrankungen abklären. Und wenn die Beschwerden wiederkehren, lohnt es sich, auch die Verdauung und die Fütterung genauer zu betrachten.
Denn manchmal beginnt ein besseres Verständnis für deinen Hund mit einer Beobachtung, der du bisher wenig Bedeutung geschenkt hast.
Pfötchen-Grüße 🐾❤️
Deine Fellflüsterin